Eine Website mit KI erstellen Sie in einem KI-Baukasten, der aus einer kurzen Beschreibung Ihres Unternehmens Seiten, Texte, Bilder und Farben anlegt. Wix, Jimdo, IONOS, Squarespace und Hostinger bieten solche Funktionen an, und Jimdo wirbt damit, dass die Website in weniger als 5 Minuten online ist. Mit eigener Domain veröffentlichen können Sie nur in einem bezahlten Tarif. Bei Wix Core kostet er 14,87 € im Monat im ersten Jahr und 29,75 € danach, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.
Ein KI-Baukasten passt, wenn wenige Seiten genügen, Sie Texte und Bilder selbst pflegen und die Website dauerhaft beim Anbieter bleiben kann. Jimdo sieht den eigenen Baukasten laut seinem Magazin vor allem bei Selbstständigen und Kleinstunternehmen mit 1–3 Personen.
Sollen viele Leistungen und Stellen auf eigenen Seiten stehen, reichen die 10 Seiten der kleinen Tarife von Jimdo und IONOS nicht aus. Wix und IONOS schließen außerdem einen Umzug der Website zu einem anderen Hoster nach eigener Aussage aus.
Wie eine Website mit KI entsteht
Bei den genannten Baukästen beginnt die Website mit einer Beschreibung in Alltagssprache, aus der die KI einen mehrseitigen Entwurf erzeugt. Danach ändern Sie Texte, Bilder und Aufbau im Editor des Anbieters, mit oder ohne weitere Anweisungen an die KI.
Wix stellt im Chat Fragen zum Unternehmen und legt vor dem Entwurf ein KI-Briefing zur Prüfung vor. Websites aus dem älteren Assistenten ADI unterstützt Wix seit dem 10.11.2024 nicht mehr.
IONOS fragt nach Name und Branche und schlägt danach mehrere Entwürfe mit Design, Bildern und Texten vor. KI-Texte und KI-Bilder gibt es dort erst ab dem Tarif Plus.
Squarespace erstellt aus der Beschreibung einen mehrseitigen Entwurf mit Texten, Bildern, Farben und Schriften. Ausprobieren lässt er sich in der 14-tägigen Probephase, veröffentlichen erst mit Abo.
Hostinger bietet neben dem Baukasten zum Ziehen und Ablegen einen KI-Modus an, den der Anbieter „Vibe Coding“ nennt. Die KI-Nutzung begrenzt Hostinger über Credits, im Tarif Premium sind es einmalig 5.
Figma Make erzeugt aus einer Beschreibung ebenfalls eine Website und gibt das Ergebnis nach Angabe des Anbieters als Code aus. Diesen Code kann man laut Figma bei einem beliebigen Hoster bereitstellen.
Was KI-Baukästen laut Anbieter kosten
Die Tarife mit eigener Domain, die wir verglichen haben, kosten laut Anbieter zu Beginn 1 bis 20 € im Monat, wenn Sie jährlich oder im Voraus zahlen. Mehrere Einstiegspreise gelten nur für die ersten Monate oder setzen eine Vorauszahlung für mehrere Jahre voraus.
| Anbieter, Tarif | Preis zu Beginn | Preis danach | Steuer | Seiten laut Anbieter | über drei Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Hostinger Premium | 2,99 € im Monat bei 48 Monaten Vorauszahlung (143,52 €) | 9,99 € im Monat | zzgl. MwSt. | – | Vorauszahlung deckt 48 Monate |
| IONOS MyWebsite Now Starter | 6 € im Monat für 6 Monate | 12 € im Monat | inkl. MwSt. | 10 Unterseiten | 396 € |
| IONOS MyWebsite Now Plus | 1 € im Monat für 12 Monate | 18 € im Monat | inkl. MwSt. | 200 Unterseiten | 444 € |
| Jimdo Start | 12 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit | unverändert | inkl. MwSt. | 10 Seiten | 432 € |
| Jimdo Grow | 20 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit | unverändert | inkl. MwSt. | 50 Seiten | 720 € |
| Squarespace Core | 18 € im Monat bei Jahreszahlung, 24 € bei monatlicher Zahlung | unverändert | zzgl. MwSt. | – | 648 € zzgl. MwSt. |
| Wix Core | 14,87 € im Monat im ersten Jahr | 29,75 € im Monat | inkl. MwSt. | bis 100 statische Seiten | 892,44 € |
Preise und Seitenzahlen stehen so auf den Preis- und Hilfeseiten der Anbieter, abgerufen im Oktober 2026. Die Dreijahressummen sind eigene Rechnungen aus diesen Monatspreisen.
Wix nennt seine Angebotspreise in der Hilfe ausdrücklich als Preise für das erste Jahr. Hostinger und Squarespace weisen ihre Preise ohne Mehrwertsteuer aus, Hostinger verlangt außerdem die Zahlung für die ganze Laufzeit im Voraus.
Auch die KI-Funktionen unterscheiden sich je Tarif. Wer bei IONOS Texte und Bilder von der KI erstellen lassen will, braucht mindestens den Tarif Plus. Einen ausführlichen Vergleich mit Stundensätzen, Hosting und Texten enthält der Ratgeber Was kostet eine Website?.
Wie viele Seiten die kleinen Tarife erlauben
Jimdo Start und IONOS Starter erlauben je 10 Seiten, Jimdo Free für 0 € nur 5 Seiten unter einer Adresse auf jimdosite.com, die nicht werbefrei ist. Mehr Platz bieten Jimdo Grow mit 50 Seiten, IONOS Plus mit 200 Unterseiten und Wix mit bis zu 298 Seiten, davon bis zu 100 statische.
Wie viele Seiten eine Firmenwebsite braucht, ergibt sich aus ihren Leistungen. Startseite, je eine Seite für fünf Leistungen, Über uns, Kontakt, Karriere, Impressum und Datenschutzerklärung ergeben zusammen schon elf Seiten.
Wer Stellen ausschreibt, braucht für jede Stelle eine eigene Seite mit strukturierten Daten, damit Google sie in der Jobsuche zeigen kann. Nach den Richtlinien von Google gehören diese Daten auf die Seite der einzelnen Stelle und nicht auf eine Liste. Wie eine Karriereseite mit eigenen Stellenseiten aufgebaut ist, sollten Sie deshalb vor der Wahl des Tarifs klären.
Was beim Umzug zu einem anderen Anbieter passiert
Eine Website aus einem KI-Baukasten lässt sich in der Regel nicht vollständig zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Wix und IONOS schließen den Betrieb außerhalb ihrer Server aus, Squarespace und Hostinger exportieren nur Teile nach WordPress.
| Anbieter | Umzug laut Anbieter |
|---|---|
| Wix | Die Website muss auf den Servern von Wix laufen, externes Hosting unterstützt die Plattform nicht. |
| IONOS MyWebsite Now | Projekte sind aus technischen Gründen nicht außerhalb der IONOS-Infrastruktur nutzbar; Lizenzen aus dem Bilderpool sind in der Regel nicht übertragbar. |
| Squarespace | Export nur als XML-Datei für WordPress; Shop-Seiten, Produkt- und Videoblöcke, Stil-Einstellungen und eigenes CSS fehlen darin. |
| Hostinger | Export nur nach WordPress, ohne Stile und Layout, Shop, Formulare, gesammelte Einsendungen und SEO-Einstellungen. |
| Figma Make | Ausgabe als Code, der sich laut Anbieter bei einem beliebigen Hoster bereitstellen lässt. |
Bei einem Wechsel von Wix, IONOS, Squarespace oder Hostinger wird die Website deshalb in der Regel neu gebaut. Bewahren Sie Texte und eigene Fotos zusätzlich außerhalb des Baukastens auf, damit sie für einen Neubau bereitliegen.
Zieht eine Website mit eigener Domain später auf ein anderes System um, können sich die Adressen der Unterseiten ändern. Ein solcher Umzug ist ein Website-Relaunch, bei dem die alten Adressen per Weiterleitung auf die neuen Seiten zeigen.
Müssen KI-Texte und KI-Bilder gekennzeichnet werden?
Normale Werbe- und Leistungstexte müssen nicht als KI-Inhalt gekennzeichnet werden. Kennzeichnen muss ein Unternehmen nach Art. 50 der KI-Verordnung aber täuschend echte KI-Bilder und -Videos, etwa ein geschöntes Produktfoto oder einen KI-Avatar der Geschäftsführung.
Die Transparenzpflichten nach Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 gelten seit 02.08.2026. Die Leitlinien der EU-Kommission vom 20.07.2026 sind nicht bindend. Sie nehmen KI-bearbeitete Texte in Werbung und Produktbeschreibungen ausdrücklich aus, sofern sie keine Aussagen etwa zu Gesundheit, Verbrauchersicherheit oder Nachhaltigkeit enthalten.
| Inhalt auf der Firmenwebsite | Kennzeichnung nötig? | Grundlage |
|---|---|---|
| Werbe- und Leistungstexte, Produktbeschreibungen | nein, außer bei Aussagen zu Gesundheit, Verbrauchersicherheit oder Nachhaltigkeit | Leitlinien der Kommission zu Art. 50, Abschnitt 6 |
| KI-Text zu Themen von öffentlichem Interesse ohne menschliche Prüfung | ja | Art. 50 Abs. 4 KI-Verordnung |
| KI-Produktbild, das über Aussehen, Eigenschaften oder Gebrauch täuschen kann | ja | Art. 50 Abs. 4; Leitlinien, Beispiele zu Deepfakes |
| realistischer KI-Avatar der Geschäftsführung | ja | Art. 50 Abs. 4; Leitlinien |
| echtes Produkt vor einem KI-Hintergrund, ohne Täuschung über das Produkt | nein | Leitlinien, Beispiele zu Deepfakes |
| Farbkorrektur oder angepasster Hintergrund aus ästhetischen Gründen | nein | Leitlinien, Beispiele zu Deepfakes |
| KI-Chat auf der Website | Hinweis, dass es sich um eine KI handelt; ein Pauschalhinweis reicht nicht | Art. 50; Leitlinien zu Chatbots |
Als Deepfake gilt nach Art. 3 Nr. 60 der Verordnung ein KI-Inhalt, der echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähnelt und fälschlich echt wirkt. Für Text greift die Pflicht nur, wenn er die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren soll und kein Mensch ihn geprüft oder redaktionell verantwortet hat.
Die Anbieter der Bild- und Textgeneratoren müssen ihre Ausgaben zusätzlich maschinenlesbar markieren (Art. 50 Abs. 2). Für Systeme, die vor dem 02.08.2026 auf den Markt kamen, gilt dafür eine Frist bis 02.12.2026.
Wie Google Inhalte aus der KI bewertet
Google verbietet KI-Inhalte nicht, verlangt aber, dass sie den Grundlagen der Google Suche und den Spamrichtlinien entsprechen. Wer mit KI viele Seiten ohne Nutzen für die Leser erzeugt, kann nach Googles Leitfaden gegen die Spamrichtlinie zu in großem Umfang generierten Inhalten verstoßen.
Im Leitfaden der Google Suche zu KI-generierten Inhalten, Stand 07.10.2026, empfiehlt Google, KI-Texte vor der Veröffentlichung von Hand auf Richtigkeit zu prüfen. Generative Modelle sagen nach Googles Beschreibung eine wahrscheinliche Wortfolge voraus und rufen keine Fakten ab. Die Prüfung gilt ausdrücklich auch für Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten und Alternativtexte von Bildern.
Für eine Firmenwebsite zählen deshalb Angaben, die nur das Unternehmen selbst liefern kann, etwa Preise, Abläufe, Einsatzgebiet, Ansprechpartner und Antworten auf die häufigsten Fragen der eigenen Kunden. Wer diese Texte nicht selbst schreiben will, findet im Ratgeber zu Website-Texten, was Texter kosten.
Was nach dem KI-Entwurf noch zu tun ist
Vor der Veröffentlichung braucht ein KI-Entwurf eigene Inhalte, die rechtlichen Pflichtseiten und eine Prüfung der eingebundenen Dienste. Die folgenden Punkte sollten erledigt sein, bevor die Website unter der eigenen Domain erreichbar ist.
- Texte prüfen und mit eigenen Leistungen, Preisen und Abläufen ergänzen.
- Impressum und Datenschutzerklärung anlegen; Jimdo bietet dafür den Tarif Grow Legal mit Rechtstexten für 29 € im Monat inkl. MwSt. bei 12 Monaten Laufzeit an.
- Statistik, Karten, Videos und Chat darauf prüfen, ob sie eine Einwilligung brauchen, wie im Ratgeber zur Cookie-Banner-Pflicht beschrieben.
- KI-Bilder darauf prüfen, ob sie ein reales Produkt oder eine reale Person täuschend echt zeigen.
- Die Ladezeit der Website auf dem Handy messen.
Wann eine Firmenwebsite mehr braucht als einen KI-Baukasten
Mehr als einen Baukasten braucht eine Firmenwebsite, wenn sie viele Leistungen einzeln darstellt, Stellen auf eigenen Seiten ausschreibt, eigene Funktionen hat oder später den Hoster wechseln soll. Für wenige Seiten, die Sie selbst pflegen, reicht ein Tarif mit passender Seitenzahl.
Eigene Funktionen wie ein Konfigurator oder ein Rechner setzen in einem Baukasten voraus, dass der Anbieter eigenen Code zulässt. Bei Squarespace ist eigener Code erst ab dem Tarif Core möglich.
Bei einer eigenen Website auf WordPress oder mit eigenem HTML und CSS lassen sich Code und Inhalte zu einem anderen Hoster mitnehmen. Was es kostet, eine solche Firmenwebsite erstellen zu lassen, hängt an Seitenzahl, Texten und Funktionen.
Baukasten oder eigene Website im ersten Gespräch klären
Im ersten Gespräch klären wir mit Ihnen, ob für Ihr Vorhaben ein Baukasten genügt oder eine eigene Website sinnvoller ist. Eigene Websites bauen wir mit WordPress oder eigenem HTML und CSS. Eine normale Firmenwebsite liegt bei 3.000 bis 5.000 € netto und ist nach höchstens 2 Wochen online.
Schreiben Sie uns, welche Leistungen auf die Website sollen und ob Sie heute schon einen Baukasten nutzen, an kontakt@firmenwebsite-berlin.de, oder rufen Sie an unter 030 8379 0231. Über das Formular geht es ebenso, wir antworten am nächsten Werktag, und das erste Gespräch ist kostenlos.

