Google misst die Ladezeit einer Website mit drei Werten, den sogenannten Core Web Vitals. Gut ist eine Seite, wenn ihr größter sichtbarer Inhalt nach höchstens 2,5 Sekunden steht und sie auf Klicks nach höchstens 200 Millisekunden reagiert. Dazu darf das Layout beim Laden kaum verspringen, der Grenzwert dafür liegt bei 0,1.
Gemessen wird bei echten Besuchern, und maßgeblich ist der Wert, den 75 % der Seitenaufrufe erreichen, getrennt für Handy und Computer. Selbst prüfen können Sie das mit PageSpeed Insights, einem Werkzeug von Google, und mit dem Bericht „Core Web Vitals“ in der Search Console.
Für Google ist die Ladezeit ein Signal unter vielen. Relevante Inhalte zeigt die Suche nach eigener Aussage auch dann, wenn die Werte einer Seite schwächer sind.
Welche Grenzwerte Google für die Ladezeit nennt
Google nennt für jeden der drei Werte eine Grenze für „gut“ und eine für „schlecht“. Dazwischen liegt der Bereich, den Google als verbesserungsbedürftig einstuft.
| Wert | was er misst | gut | verbesserungsbedürftig | schlecht |
|---|---|---|---|---|
| LCP (Largest Contentful Paint) | Zeit, bis der größte sichtbare Inhalt dargestellt ist | bis 2,5 s | 2,5 bis 4,0 s | über 4,0 s |
| INP (Interaction to Next Paint) | Zeit von einem Klick, Tippen oder Tastendruck bis zur sichtbaren Reaktion | bis 200 ms | 200 bis 500 ms | über 500 ms |
| CLS (Cumulative Layout Shift) | wie stark Texte und Knöpfe beim Laden verspringen | bis 0,1 | 0,1 bis 0,25 | über 0,25 |
| FCP (First Contentful Paint), ergänzend | Zeit bis zum ersten sichtbaren Inhalt | bis 1,8 s | 1,8 bis 3,0 s | über 3,0 s |
| TTFB (Time to First Byte), ergänzend | Zeit, bis der Server die ersten Daten schickt | bis 0,8 s | 0,8 bis 1,8 s | über 1,8 s |
Die Werte stehen in der Dokumentation von PageSpeed Insights und in der Hilfe der Search Console, abgerufen im Oktober 2026. FCP und TTFB zählen nicht zu den Core Web Vitals, TTFB führt Google in PageSpeed Insights als experimentellen Wert.
Jeder Grenzwert bezieht sich auf das 75. Perzentil der Seitenaufrufe. Eine Seite besteht also, wenn mindestens drei von vier Aufrufen den Grenzwert einhalten, und Handy und Computer werden getrennt bewertet.
Seit dem 12.03.2024 zählt INP zu den Core Web Vitals und hat den First Input Delay (FID) abgelöst. Manche Messwerkzeuge und Ratgeber führen FID noch, für Google zählt seitdem INP.
Wie Sie die Ladezeit mit PageSpeed Insights messen
In PageSpeed Insights geben Sie die Adresse einer Seite ein und erhalten zwei Ergebnisse. Oben stehen die Werte echter Besucher, darunter folgt ein Labortest.
Die oberen Werte stammen aus dem Chrome UX Report (CrUX), also aus anonymisierten Messungen in Chrome, und umfassen die letzten 28 Tage. Darüber steht, ob die Seite die Bewertung der Core Web Vitals besteht, und das ist der Fall, wenn alle drei Werte im 75. Perzentil gut sind.
Hat eine einzelne Seite zu wenige Besucher, zeigt PageSpeed Insights die Werte der ganzen Website. Bei sehr kleinen oder neuen Websites fehlen die Felddaten ganz, dann bleibt nur der Labortest.
Den Labortest erstellt Lighthouse, ein Prüfprogramm von Google, das den Seitenaufbau auf einem simulierten Handy der mittleren Preisklasse im Mobilfunknetz nachstellt. Er vergibt eine Punktzahl, bei der 90 und mehr als gut gelten, 50 bis 89 als verbesserungsbedürftig und weniger als 50 als schlecht.
Laborwert und Felddaten können deutlich auseinanderliegen. Google beschreibt Labordaten als nützlich für die Fehlersuche, weil sie unter kontrollierten Bedingungen entstehen, während Felddaten die tatsächliche Erfahrung der Besucher wiedergeben.
Messen Sie zuerst die Startseite und die Seiten, über die die meisten Anfragen kommen, jeweils in der Ansicht für Mobilgeräte. Notieren Sie die Werte mit Datum, damit Sie nach jeder Änderung vergleichen können.
Was der Bericht in der Search Console zeigt
Der Bericht „Core Web Vitals“ in der Search Console zeigt die Felddaten für die ganze Website, getrennt nach Handy und Computer und nach Gruppen ähnlicher Seiten. Er eignet sich deshalb, um Probleme zu finden, die viele Seiten zugleich betreffen.
Für jede Gruppe nennt der Bericht den Wert, den 75 % der Seitenaufrufe in den letzten 28 Tagen erreicht haben, und einen Status. Die Stufen heißen „Gut“, „Optimierung erforderlich“ und „Langsam“, und den Status bestimmt der schlechteste der drei Werte.
Aufgeführt werden nur indexierte Seiten und nur Gruppen, für die genug Daten vorliegen. Bei einer neuen oder wenig besuchten Website kann dort deshalb „Keine Daten verfügbar“ stehen. Wie der Bericht im Einzelnen aufgebaut ist, beschreibt die Hilfe der Search Console.
Wie schnell Websites in Deutschland sind
Im September 2026 erreichten 69,2 % der Websites mit Nutzern in Deutschland auf dem Handy bei allen drei Werten die Stufe gut, am Computer waren es 73,0 %. Am häufigsten verfehlten die Websites auf dem Handy den Grenzwert für den größten Inhalt.
| Websites mit Nutzern in Deutschland, September 2026 | Handy | Computer |
|---|---|---|
| alle drei Werte gut | 69,2 % | 73,0 % |
| LCP gut | 79,7 % | 87,5 % |
| INP gut | 88,7 % | 97,9 % |
| CLS gut | 89,2 % | 82,2 % |
| alle drei Werte gut, Websites mit WordPress | 63,1 % | – |
| alle drei Werte gut, Websites mit Squarespace | 79,7 % | – |
| alle drei Werte gut, Websites mit Wix | 90,9 % | – |
| alle drei Werte gut, Websites mit Jimdo | 98,0 % | – |
Die Werte stammen aus dem Chrome UX Report, abgefragt über den Tech Report des HTTP Archive; die Prozentwerte haben wir aus den Rohzahlen gerechnet. Gezählt sind Websites, die Nutzer in Deutschland aufrufen, nicht nur Adressen mit der Endung .de.
Der Vergleich nach System belegt keine Ursache, weil mit den Systemen unterschiedliche Arten von Websites gebaut werden. Wer eine Website mit KI im Baukasten erstellt, sollte die eigenen Werte trotzdem messen, denn der Anteil je System ist ein Mittel über viele Websites.
Weltweit erreichten im selben Monat auf dem Handy 52,8 % der Websites alle drei Werte. Der Web Almanac 2025 zeigt für das Handy einen Anstieg von 36 % im Jahr 2023 auf 48 % im Jahr 2025.
Was eine Website langsam macht
Langsam wird eine Seite vor allem durch große Bilder, viel JavaScript und eine träge Antwort des Servers. Im Median entfielen 2025 auf der Startseite einer Website am Handy 911 KB auf Bilder und 632 KB auf JavaScript, so der Web Almanac des HTTP Archive.
Für den LCP-Wert teilt Google die Zeit bis zum größten Inhalt in vier Abschnitte. Sie bestehen aus der Antwort des Servers, der Verzögerung bis zum Start des Ladens, der Ladedauer des Elements und der Verzögerung bis zur Darstellung. Ein großes Hauptbild verlängert die Ladedauer, und ein Skript, das die Seite erst nach dem Laden sichtbar macht, verlängert die Darstellung.
Als Richtwert für die Antwort des Servers nennt Google höchstens 0,8 Sekunden bis zum ersten Byte. Schneller wird die Antwort nach Google durch leistungsfähiges Hosting, zwischengespeicherte Seiten und den Verzicht auf mehrfache Weiterleitungen. Dazu kommt ein Content Delivery Network (CDN), also verteilte Server, die Dateien nahe beim Besucher ausliefern.
| Ursache | betroffener Wert | was hilft |
|---|---|---|
| große Bilder, vor allem das Hauptbild oben auf der Seite | LCP | Bilder in passender Größe und in Formaten wie WebP oder AVIF |
| langsame Antwort des Servers | LCP, FCP | Hosting und Zwischenspeicher prüfen, keine mehrfachen Weiterleitungen, Richtwert 0,8 s |
| Skripte, die beim Laden ausgeführt werden | INP, LCP | Skripte für Statistik, Chat und Einbettungen begrenzen oder erst bei Bedarf laden |
| Bilder ohne Angabe von Breite und Höhe | CLS | Größe im Code angeben, damit der Platz reserviert ist |
| Anzeigen, Einbettungen und spät nachgeladene Inhalte | CLS, INP | Platz vorab reservieren, Karten und Videos erst nach Klick laden |
| Webschriften, die spät nachladen | CLS | wichtige Schriften früh laden, passende Ersatzschrift festlegen |
Eingebettete Inhalte in einem eigenen Rahmen, etwa Karten oder Videos, zählen nach Google zur Reaktionszeit der Seite. Wie Karten und Videos erst nach einem Klick laden und was dabei für den Datenschutz gilt, steht im Ratgeber zur Cookie-Banner-Pflicht.
Wie viel die Ladezeit für Google zählt
Google nutzt die Core Web Vitals in seinen Ranking-Systemen und empfiehlt Website-Betreibern ausdrücklich, gute Werte zu erreichen. Zugleich schreibt Google, dass es kein einzelnes entscheidendes Signal gibt und dass relevante Inhalte auch bei schwächeren Werten erscheinen. Gute Werte im Bericht der Search Console bedeuten nach Googles Darstellung deshalb noch keinen vorderen Platz.
Oft zitierte Zahlen zur Wirkung der Ladezeit stammen aus Untersuchungen von Google oder in seinem Auftrag. In der Studie „Milliseconds Make Millions“ von Deloitte aus dem Jahr 2020 stiegen im Handel die Transaktionen um 8,4 %, wenn die mobile Seite 0,1 Sekunden schneller lud. Bei Seiten für Anfragen schickten 21,6 % mehr Besucher das Formular nach dem ersten Schritt ab, die Konversionsrate insgesamt sank laut Bericht aber.
Google und SOASTA haben 2017 ausgewertet, wie sich die Ladezeit mobiler Seiten auf den Absprung auswirkt. Wächst sie von 1 auf 10 Sekunden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher die Seite verlassen, um 123 %. Für eine Firmenwebsite lassen sich daraus keine festen Umsatzzahlen ableiten, ein Vergleich der eigenen Anfragen vor und nach einer Änderung sagt mehr.
Was in Angebot und Abnahme einer neuen Website stehen sollte
Schreiben Sie die drei Grenzwerte als Ziel für die Handy-Ansicht in das Angebot und lassen Sie sie vor dem Livegang im Labortest prüfen. Vollständige Felddaten liegen frühestens 28 Tage nach dem Livegang vor, weil Google diesen Zeitraum auswertet, und nur bei genug Besuchern.
- LCP bis 2,5 s, INP bis 200 ms und CLS bis 0,1 für die wichtigsten Seiten, gemessen in der Ansicht für Mobilgeräte.
- Bilder in passender Größe und in einem Format wie WebP oder AVIF, mit Angabe von Breite und Höhe.
- Schriften vom eigenen Server laden, Karten, Videos und Chat erst nach einem Klick.
- Skripte für Statistik und Werbung nur, wenn die Zahlen tatsächlich ausgewertet werden.
Bei einem Relaunch lohnt der Vergleich mit den Werten der alten Website, bei einer neuen Firmenwebsite gehören die Grenzwerte zur Abnahme.
Nach dem Livegang verändern Updates, neue Plugins und zusätzliche Dienste die Werte. Nehmen Sie den Bericht der Search Console deshalb in die regelmäßige Website-Betreuung auf.
Ladezeit im ersten Gespräch einordnen
Im ersten Gespräch sehen wir uns mit Ihnen die Werte Ihrer jetzigen Website in PageSpeed Insights an. Danach besprechen wir, was das für eine neue Website oder einen Relaunch bedeutet.
Schicken Sie die Adresse Ihrer Website und die Seiten, über die die meisten Anfragen kommen, an kontakt@firmenwebsite-berlin.de, oder rufen Sie an unter 030 8379 0231. Anfragen über das Formular auf dieser Seite erreichen uns ebenso, wir antworten am nächsten Werktag, und das erste Gespräch ist kostenlos.


